Quellenangaben Buch Beispiel Essay

Zitate

Werden Ausschnitte aus der verwendeten Literatur im Wortlaut wiedergegeben, muss das Zitat der Vorlage genau entsprechen. Die Orthographie der Quelle wird übernommen. Jedes wörtliche Zitat muss durch Anführungszeichen kenntlich gemacht werden. Zitate im Zitat werden durch einfache Anführungszeichen markiert. Grammatische Veränderungen zur Einbindung in den eigenen Satzbau bzw. Ergänzungen im Sinne des Textverständnisses sind durch eckige Klammern [ ], Auslassungen durch drei Punkte in eckigen Klammern [...] zu kennzeichnen.

Beispiel:

„Nicht zuletzt begünstigt sein [Innstettens]inszenierter Chinesenspuk [...], was er eigentlich verhindern sollte: den Ehebruch.“

Hervorhebungen in Zitaten durch die Verfasserin/ den Verfasser müssen gekennzeichnet werden, beispielsweise durch einen Zusatz im Anschluss an die Hervorhebung selbst.

Beispiel:

„Nicht zuletzt begünstigt sein [Innstettens] inszenierter Chinesenspuk [...], was er eigentlich (Hervorhebung durch die Verfasserin/ den Verfasser) verhindern sollte: den Ehebruch.“

Jedes direkte (s.o.) oder indirekte (Übernahme eines Gedankens, Interpretationsansatzes, Forschungsergebnisses etc.) Zitat wird mit einem Verweis auf die betreffende Quelle versehen. Im Darstellungsteil der Facharbeit sollten ausführliche Literaturangaben aus Platzgründen vermieden werden. Verwendete Literatur wird in Kurzform so aufgeführt, dass sie sich aus dem Literaturverzeichnis eindeutig erschließen lässt. Die bezügliche Angabe im Darstellungsteil muss allerdings die Seite der im Literaturverzeichnis aufgeführten Werkausgabe etc. beinhalten, da das Literaturverzeichnis selbst, zumindest bei eigenständigen Titeln und Sammelbänden mit Herausgebervermerk, den aktuellen Quellennachweis nicht erbringt. Dieser Verweis kann direkt im Anschluss an das Zitat in runden Klammern ( ) oder durch eine Fußnote mit den entsprechenden Angaben am jeweiligen Seitenende erfolgen.

Beispiel Quellenangabe im Text nach direktem Zitat:

„Nicht zuletzt begünstigt sein [Innstettens] inszenierter Chinesenspuk (...), was er eigentlich verhindern sollte: den Ehebruch.“(Mende, S. 200)

Beispiel Quellenangabe nach indirektem Zitat:

Dabei geht Kafka von einer der widerwärtigsten Formen des menschlichen Zusammenlebens aus (vgl. Kafka, S. 25).

Beispiel Quellenangabe über Fußnote nach indirektem Zitat:

So betont Mende in seinem Aufsatz, der von Innstetten inszenierte Chinesenspuk erreiche gerade das Gegenteil der damit beabsichtigten Wirkung1.

-------------------------------------------------

1 vgl. Mende, S. 200

(Ende der Seite)

Kommen im Literaturverzeichnis mehrere Werke eines Autors vor, empfiehlt sich ein Zusatz über Titelstichwort oder Erscheinungsjahr: (Mende, Frauenleben, S. 200) oder (Mende, 1980, S. 200).


Quellenverzeichnis

Grundsätzlich muss sich am Ende der Arbeit eine alphabetische Auflistung aller benutzten Literatur und aller sonstigen Quellen (Bilder, Interviews, Funde ...) befinden. Das Quellenverzeichnis kann dabei je nach Bedarf unterteilt werden in ein Literaturverzeichnis (Bibliographie), ein Bildquellenverzeichnis und ein Verzeichnis sonstiger Quellen.

Umfangreichere Literaturverzeichnisse können thematisch oder, wenn es sich anbietet, nach Quellentyp gegliedert werden.

Eine welt- oder deutschlandweit gültige Normierung für Quellenangaben gibt es nicht. Wichtig ist aber, dass Angaben gleichen Typs einheitlich nach den hier dargestellten Mustern gemacht werden.

Merke: Auch im Quellenverzeichnis ist die Schreibweise des Originals beizubehalten.

 

1. Literaturverzeichnis

 

a) Buch: Werk eines Autors

Autorenname, Vorname: Titel. Untertitel, Verlagsort Erscheinungsjahr

Canetti, Elias: Der andere Prozeß. Kafkas Briefe an Felice, München 1968

 

Bei Wegfallen eines Untertitels steht generell – auch in den folgenden Angaben - nach dem Titel ein Komma, kein Punkt:

Wagenbach, Klaus: Franz Kafka, Reinbek bei Hamburg 1964

 

b) Buch: zwei oder mehrere Autoren

1. Autorenname, Vorname/2. Autorenname, Vorname: Titel. Untertitel, Verlagsort Erscheinungsjahr

Rennert, Peter/Zurbrüggen, Jörg: Kafkas Briefe an Milena. Eine psychologische Studie, Leipzig 1988

 

c) Buch: Sammelband mit Herausgeber(n),  in dem die einzelnen Beiträge keinen Autorennamen haben

Name des Herausgebers, Vorname (Hrsg.): Titel. Untertitel, Verlagsort Erscheinungsjahr

 

Bei zwei oder mehr Herausgebern sind wiederum beide/alle Namen aufzuführen.

 

Kasper, Karlheinz/Wuckel, Dieter (Hrsg.): Grundbegriffe der Literaturanalyse, Leipzig 1985

 

d) Buch: Aufsatz aus Sammelband (Sammelband mit Herausgebern, in dem die einzelnen Beiträge Autorennamen zugeordnet sind

Autorenname, Vorname: Titel. Untertitel. In: Vorname Familienname des Herausgebers (Hrsg.): Titel. Untertitel, Verlagsort Erscheinungsjahr, Seitenangaben

 

Bauer, Frank: Kafkas Gymnasialzeit - Prägung fürs Leben?. In: Klaus Wagenbach (Hrsg.): Neue Gesichter eines altbekannten Autors. Kafka-Symposium 2001, Berlin 2001, S. 107-125

 

Es gelten bei zwei Autoren und fehlendem Untertitel wiederum die o. g., Regeln.

Falls der Titel oder Untertitel mit einem Ausrufe- oder Fragezeichen endet, wird trotzdem ein Punkt bzw. Komma gesetzt.

 

e) Zeitschriftenaufsatz

Autorenname, Vorname: Titel des Aufsatzes. Untertitel. In: Name der Zeitschrift, Nummer der Zeitschrift/Jahrgang, Seitenangaben

 

Bauer, Frank: Die Hellsicht des Schriftstellers. Kafka und der Holocaust. In: Literatouren, Nr. 2/2002, S. 56-67

 

f) Zeitungstext

Autorenname, Vorname: Titel. Untertitel. In: Zeitungsname, Erscheinungsdatum, Seitenangaben

 

Steinfeld, Thomas: Stärker als alle Schwerkraft. In: Süddeutsche Zeitung, 03. Juli 2008, S. 25

 

g) Artikel aus dem Internet

Autorenname, Vorname: Titel. Untertitel. URL, d. h. die ausführliche Adresse aus dem Internet (Stand: Datum des Abrufens)

 

Koldehoff, Stefan: Wem gehört Kafka?. http://www.zeit.de/2010/28/Nachlass-Franz-Kafka (Stand: 01. September 2010)

 

2. Bildquellen

 

a) Bildquelle, deren Autor namentlich angegeben ist (Foto, Karikatur ...)

 

S. der Facharbeit: Familienname, Vorname:  eventueller Titel, Entstehungsjahr. Weitere Angaben wie beim Literaturverzeichnis, je nachdem, ob das Bild aus einem Buch, einer Zeitschrift, Zeitung oder dem Internet stammt

Ist kein Titel vorhanden, heißt es nach dem Vornamen des Autors:  o. T. (= ohne Titel)

Ist kein Jahr angegeben, aus dem das Bild stammt: o. J. (= ohne Jahresangabe)

 

S. 10: Kosch, Jürgen/Kosch, Veronika: Kafka, o. J. http://www.fotocommunity.de/search?q=Kafka&index=fotos&options=YToxOntzOjU6InN0YXJ0IjtpOjA7fQ&pos=7&display=5710133  (Stand:01. September 2010)

 

D. h.: Das Bild wurde unter der angegebenen Adresse in einer Internet-Plattform gefunden, es hat einen Titel, aber es wurde kein Entstehungsjahr angegeben.

 

Bei Bildern aus dem Internet muss u. U. die Genehmigung des Autors zur Verwendung eingeholt werden!

 

b) Bildquelle, deren Autor nicht angegeben ist

 

S. der Facharbeit: Titel (bzw. o. T.). In: (weiter wie im Literaturverzeichnis, z. B. bei Internetquellen)

 

S. 12: o J., o. T. http://literatur.edelight.de/b/die-verwandlung-von-franz-kafka-eine-interpretation/ (Stand: 01. September 2010)

 

c) Bildquellen aus Büchern

Bücher enthalten oft ein Bildquellenverzeichnis ganz am Ende. Dann ist diese Quelle und das Buch anzugeben, in dem ihr sie gefunden habt.

Ist der Name des Autors bekannt, nenne ich ihn wie üblich; wenn nicht, entfällt er.

 

S. der Facharbeit: Familienname, Vorname des Autors:  eventueller Titel, Entstehungsjahr, Quelle. Weitere Angaben wie im Literaturverzeichnis.

 

S. 8: Das letzte Bild (Berliner Zeit), 1923/24, Archiv Klaus Wagenbach, Berlin. In: Klaus Wagenbach:  Franz Kafka, Reinbek bei Hamburg 1964, S. 132

 

3. Sonstige Quellen

 

a) Statistik/Schaubild/Graphik

 

S. der Facharbeit: Institution, welche die Statistik etc. erstellt hat: Titel der Statistik. (Dann weiter wie im Literaturverzeichnis.)

 

Statistisches Bundesamt: Armutsgefährdung 2009. In:  Mitteldeutsche Zeitung, 28.08.2010, S. 6

 

b) mündliche Auskunft/Gespräch/Interview

 

Name, Vorname des Gesprächspartners: Telefonische/mündliche Mitteilung oder Interview zu Thema, Datumsangabe

 

Wagenbach, Klaus: Telefonisches Interview zu persönlichen Kafka-Leseerlebnissen, 01.09.2010

 

c) Interview/Auskunft, die per E-Mail geführt/eingeholt wurden

 

Name, Vorname des Absenders der E-Mail: E-Mail-Interview/Auskunft zu Thema, Datumsangabe

 

Wagenbach, Klaus: E-Mail-Auskunft zu Kafka-Interpretationen, 02.09.2010

 

d) Archivfund

 

Bezeichnung des Funds, Jahr. Name des Archivs. ggf. Raum- o. a. Angabe, Fund-Nummer

 

Deutschheft Kafkas, 1892. Archiv Klaus Wagenbach Berlin, Schriftensammlung 1883 – 1900, Nr. 97



Quellen korrekt angeben

Wenn Du eine GFS vorbereitest, ein Referat erstellst oder eine Facharbeit schreibst, benutzt Du dafür normalerweise Bücher, Zeitschriften, Zeitungen, Websites und andere Materialien. In den meisten Fällen versuchst Du, ein Thema darzustellen, über das andere Menschen schon etwas heraus gefunden und geschrieben haben.

Für die Verwendung dieser Materialien gibt es bestimmte Regeln, an die Du Dich bei Deiner Arbeit halten musst. Der folgende Beitrag erklärt, wie das funktioniert.

Einen ersten Überblick kannst Du Dir mit diesem Video verschaffen:

Zitieren

In einem Referat, einer Facharbeit oder einem ähnlichen Werk benutzt man Informationen, die andere Leute erarbeitet und aufgeschrieben haben, um ein bestimmtes Thema darzustellen. Jedes Buch, jede Zeitschrift, jedes Foto, das Du verwendest wird als „Quelle“ bezeichnet, aus der Du Informationen „entnimmst“, um sie in Deinem eigenen Werk zu verwenden.

Dabei wirst Du aus jeder Quelle in der Regel nur einen kleinen Teil verwenden: einen Absatz aus einem Text, ein Foto von einer Webseite, ein Kapitel aus einem Buch. Die Teile fremder Werke in Deinem Referat sind Zitate. Du zitierst die anderen Autoren, um mir ihren Informationen Dein Thema zu erklären, eine Idee anschaulich zu machen oder eine Behauptung zu belegen.

Indem Du zitierst, übernimmst Du einen Teil eines Werkes, das nicht Dir gehört. Jemand anderer hat es erschaffen und ist sein „Urheber“ oder „Autor“. Oft hat diese Person eine Menge Zeit und Arbeit investiert, um zum Beispiel ein Buch zu schreiben. Wenn jemand ein Werk erschafft (ein Buch, einen Aufsatz, ein Gemälde, ein Lied etc.), hat er automatisch das Recht zu bestimmen, wie dieses Werk genutzt werden darf. Das regelt das so genannte Urheberrecht. Auch Zitate sind im Urheberrecht geregelt: es gelten bestimmte Regeln dafür, wann und in welchem Umfang Du aus dem Werk einer anderen Person zitieren darfst.

Regeln für Zitate

  1. Das Zitat muss einen Zweck erfüllen. Du darfst nur zitieren, wenn das Zitat eine sinnvolle Funktion in Deinem eigenen Werk erfüllt (zum Beispiel, indem Du mit dem Zitat aus einem Buch eine Deiner Aussagen belegst oder indem Du mit Hilfe eines zitierten Fotos etwas verdeutlichst). Der Zweck „ich wollte mir die Arbeit sparen, das alles selbst zu schreiben“ ist übrigens nicht zulässig .
  2. Du musst das Zitat kennzeichnen und darfst den Inhalt nicht verändern. In Deinem Werk muss klar sein, dass eine bestimmte Textstelle ein Zitat ist. Du darfst nicht so tun, als stamme der zitierte Teil von Dir selbst. Zur Kennzeichnung gehört in der Regel, dass ein wörtlich übernommener Text in Anführungszeichen steht und dass die Quelle angegeben wird (s.u.).
  3. Du darfst nicht mehr zitieren als nötig. Wenn Du zum Beispiel zwei Sätze aus einem Zeitungsartikel als Beleg für eine Deiner Aussagen brauchst, darfst Du nicht den ganzen Artikel zitieren, sondern nur die beiden Sätze.

Nicht wörtlich, aber doch übernommen

In einem Referat oder einer Facharbeit wirst Du auch Informationen verwenden, die Du nicht wörtlich zitierst, sondern die Du sinngemäß aus anderen Werken übernimmst. Letztlich stammen alle Deine Informationen aus fremden Werken. Die entsprechenden Stellen im Text musst Du nicht einzeln angeben. Diese Quellen müssen aber am Ende Deiner Arbeit in der Liste aller verwendeten Quellen erscheinen (mehr dazu weiter unten).

Plagiat

Wenn Du ein Zitat nicht als solches kennzeichnest, nennt man das Plagiat. Das bedeutet, dass Du dich „mit fremden Federn schmückst“, dass Du also so tust, als sei ein Textabschnitt oder ein Foto, das Du von jemand anderem übernommen hast, von Dir selbst erstellt. In der Schule kann das dazu führen, dass Dein Referat als „ungenügend“ bewertet wird. An der Universität sind die Folgen oft ernster.

Die Sache mit den Plagiaten ist nicht immer ganz einfach zu entscheiden. Der Artikel Plagiat vermeiden – Richtiger Umgang mit Quellen enthält zusätzliche Beispiele und Informationen.

Wie sieht eine korrekte Quellenangabe aus?

Wenn Du also aus einem anderen Werk zitierst, musst Du dieses Werk als Quelle des Zitats angeben. Zu einer Quellenangaben gehören mindestens folgende Elemente:

  1. das Jahr der Veröffentlichung.

Je nachdem, ob die Quelle ein Buch, eine Zeitung oder eine Website ist, können noch weitere Elemente dazu kommen. Wenn eine der Angaben nirgends zu finden ist, kann man auch „Unbekannt“ oder „ohne Jahr“ oder Ähnliches schreiben.

Generell gilt: Eine Quellenangabe sollte so genau wie möglich sein.

Die folgenden Beispiele zeigen Dir, wie verschiedene Quellenangaben aussehen. Für die Schule sollten die jeweiligen Angaben ausreichen, allerdings kann es sein, dass Du für eine Facharbeit in der Oberstufe genauere Angaben machen musst. Kläre das am besten vorher mit Deiner Lehrerin oder Deinem Lehrer ab.

Gedruckte Quellen

In Büchern findest Du die entsprechenden Angaben in der Regel auf den ersten Seiten, bei Zeitungen und Zeitschriften stehen sie auf der Titelseite und direkt beim Artikel selbst.

Beispiel Buch

Beispiel Zeitungsartikel

Beispiel Zeitschriftenartikel

Beispiel Lexikoneintrag

Quellen im Internet

Im Internet ist es nicht immer ganz leicht, eine vollständige Quellenangabe zu erstellen, denn oft fehlen wichtige Angaben. Dennoch solltest Du versuchen, den Namen des Autors, den Titel der Seite und das Datum anzugeben.

Beim Datum gibt es einen Unterschied zu gedruckten Werken: Das Jahr der Veröffentlichung ist oft nicht verfügbar. Daher nennst Du bei Internetquellen das Datum, an dem Du die Seite zuletzt besucht hast. – Warum? Inhalte ändern sich im Internet häufiger als in gedruckten Werken. Mit dem Zugriffsdatum gibst Du an, wann die Seite zuletzt in dem Zustand war, in dem Du sie zitierst.

Eine weitere Angabe ist bei Webseiten wichtig: die vollständige Webadresse (die so genannte „URL“).

Somit ergeben sich folgende Elemente einer Quellenangabe im Internet:

Name des Autors (falls erkennbar), „Titel der Seite“, Webadresse, Datum des letzten Zugriffs

Beispiel Webseite

Beispiel Foto aus dem Internet

Wo müssen Quellenangaben stehen?

  • Am Ende Deiner Arbeit oder ganz unten auf Deinem Handout erstellst Du eine Liste aller Quellen, die Du verwendet hast.
  • Wenn Du wörtlich zitierst oder ein Bild einfügst, muss die Quellenangabe (zusätzlich zur Liste der Quellen) direkt beim Zitat oder beim Bild stehen. Das macht man am besten mit einer Fußnote (siehe unten).
  • Alle Werke, die Du sinngemäß verarbeitet hast (das heißt nicht wörtlich zitierst), erscheinen ebenfalls in der Liste der Quellen, müssen aber (in der Schule) nicht mit einer Fußnote gekennzeichnet werden.

Fußnote einfügen

Die Quellenangabe schreibt man am besten in eine so genannte „Fußnote“. Dazu setzt man den Cursor an die Stelle, wo die Fußnote eingefügt werden soll. Anschließend wählt man im Menü: . Word nummeriert die Fußnoten dann automatisch durch und lässt unten auf der Seite den passenden Platz frei.

Beispiele für Quellenangaben

Angenommen, der folgende Text sei die Quelle, aus der Du zitierst.

Ein Zitat könnte dann folgendermaßen aussehen (drei verschiedene Beispiele):

Beispiel 1 – Wenn Du zum ersten Mal aus einer Quelle zitierst, gibst Du alle oben genannten Elemente an (siehe Fußnote 1).

Beispiel 2 – Zitierst Du mehrmals aus der gleichen Quelle, reichen ab dem zweiten Mal abgekürzte Quellenangaben (siehe Fußnote 2). Wenn Du in einem zitierten Satz etwas weglässt (z.B. weil es für Deinen Text nicht wichtig ist), zeigst Du das mit drei Punkten in eckigen Klammern an: […].

Beispiel 3 – Wenn Du etwas hinzufügst, das nicht im zitierten Satz steht, so wird diese zusätzliche Information [in eckige Klammern gesetzt] (siehe Fußnote 3).

Liste der Quellen am Ende der Arbeit

Hier siehst Du die letzte Seite einer Facharbeit mit der Liste der Quellen (hier mit der Überschrift „Literatur“).

Fazit

Nachdem Du diesen Artikel gelesen hast, bist Du nun vielleicht völlig überwältigt von den vielen verschiedenen Regeln. Generell kannst Du Dir aber folgende einfache Grundsätze merken und Dich von diesen langsam „vorarbeiten“.

  • Alles, was Du aus einem anderen Werk übernimmst, musst Du mit einer Quellenangabe kennzeichnen.
  • Wörtliche Zitate müssen in Anführungszeichen stehen, die Quellenangabe muss direkt dazu.
  • Jede Quellenangabe sollte mindestens aus folgenden Elementen bestehen:
    • Jahr der Veröffentlichung (bei gedruckten Werken) oder Datum des letzten Zugriffs (bei Webseiten).
  • Deine Handout/Deine Facharbeit muss eine Liste aller verwendeten Quellen enthalten.

Wenn Dir einige Punkte zum Urheberrecht und den Quellenangaben nicht ganz klar sind oder Du unsicher bist, wie genau Du sie handhaben sollst, sprich Dich am besten vor dem Referat mit Deiner Lehrerin oder Deinem Lehrer ab.

Viel Erfolg!

QuellenangabeErnst Walter Bauer: Humanbiologie. Cornelsen, 2006, S. 50.
ErklärungName des Autors: Titel. Verlag, Jahr, Seite, auf der der zitierte Text steht.
QuellenangabeStephan Börnecke: „Milch-Export bedroht kleine Höfe“, Frankfurter Rundschau, 22.08.2007, S. 15.
ErklärungName des Autors: „Titel des Artikels“, Name der Zeitung, Datum, Seite.
QuellenangabeMatthias Bartsch, Caroline Schmidt: „Teurer Mausklick“, Der Spiegel, 46/2006, S. 51.
ErklärungNamen der Autoren, „Titel“, Name der Zeitschrift, Nummer und Jahr der Ausgabe (es ist hier kein genaues Datum sichtbar), Seite.
QuellenangabeZeitverlag Gerd Bucerius, DIE ZEIT - Lexikon in 20 Bänden, 2005, Stichwort „Tunnel“, Band 15, S. 130 f.
ErklärungHerausgeber des Lexikons (hier der Verlag, kann auch eine Person sein), Titel des Lexikons, Jahr der Veröffentlichung, Stichwort, unter dem die Informationen gefunden wurden, Band und Seite1)
Quellenangabe“Koala“, http://de.wikipedia.org/wiki/Koala, 22.03.2017
Erklärung[Unbekannter Autor, daher keine Angabe] „Titel“ der Seite (in diesem Fall die Hauptüberschrift), Webadresse, Datum des letzten Zugriffs
QuellenangabeJason Coleman: „Sleeping Koala“, http://flickr.com/photos/jason_coleman/2349312197/, 23.03.2017
ErklärungName (hier der sichtbare Benutzername des Fotografen), „Titel der Seite, auf der das Foto steht“, Webadresse der Seite, auf der das Foto steht (nicht die Adresse des Fotos selbst), Zugriffsdatum.
Für alle Software-Anleitungen gilt:

Arbeite immer mit wachem Verstand.

Software und Web-Dienste werden ständig aktualisiert, so dass sich die Benutzeroberfläche, die Bezeichnungen für Funktionen etc. manchmal ändern.

Wenn in einem Programm, das Du verwendest, nicht alles genau wie beschrieben aussieht, suche einfach ein bisschen und überlege, welche Funktionen am ehesten dem entsprechen, was Du tun möchtest.

Du kannst der neue Software-Experte werden

· Zuletzt geändert: 04.08.2017 (07:35) von

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